Reinhard Weiß
Mein Web-Log

Die folgenden Abschnitte behandeln weitere Themen, für die es sich (noch) nicht lohnt, eine eigene Seite zu erstellen, oder sind einfach nur eine Sammlung von Hinweisen und Informationen. Neue Themen füge ich immer vorn/oben ein (also die ältesten sind hinten), bei Überarbeitung eines bestehenden Themas wird die Reihenfolge aber nicht mehr geändert. Das Bearbeitungsdatum ist in der Fußzeile zu jedem Beitrag angezeigt. Die nachfolgende Übersicht ist immer nach Aktualität sortiert.

Wenn bei einigen Themen Bedarf besteht, kann ich möglicherweise weitere Details nachliefern. Für weitere Fragen stehe ich zur Verfügung. Vielleicht ergibt es sich auch, dass ich zu einigen interessanten Themen eigene Seiten erstelle.

Und natürlich: diese Seite ist nie fertig, sie ist eine Dauerbaustelle :-)

Übersicht

03/2012 T-Online eMail Migration 02/2012 DVB-T Antennen 02/2012 Professionelle Schaltungstechnik
01/2012 Netzgerät RNG-1501 09/2011 LAN-Kabel Tester NS/SY-468 09/2011 Geschirrspüler Siemens LADY 782
09/2011 AVR-Experimentierplatine 09/2011 UHF-Bake mit Micrel 09/2011 USBasp AVR-Programmer
09/2011 ISP-Adapter 6-/10-polig 08/2011 Solar/Akku-Stromversorgungen 01/2011 Orbit Pocketlader
12/2010 Produktfälschung bei eBay 12/2010 Frequenzzähler VC3165/DVM13MFC2 12/2010 Heizkörper-Thermostat Classic Pro
11/2010 Orbit Pocketlader, SIO-Schnittstelle    

T-Online eMail Migration

Die T-Online-Software wird sicher immer noch von vielen Telekom-Kunden benutzt, weil sie einfach und bequem ist, kostenlos ohnehin. Allerdings gibt es inzwischen etliche komfortable Alternativen, die diese Software eigentlich überflüssig machen, jedenfalls für eMail und Browser. Für das Banking muss man sowieso die eigenständige Version für Windows 7 benutzen, so dass das T-Online-Center, das alle Programmteile bündelt, auch nicht mehr benötigt wird. Mich hat es auch genervt, dass immer wieder mal (wenn auch selten) Mails beim Senden oder Empfangen verstümmelt werden, d.h. ab irgendeiner Stelle im Text, wo ein Umlaut stehen würde, werden die Bits der Zeichen invertiert, meist bis zum Ende. Ursache unbekannt, Abhilfe keine (man kann in wichtigen Fällen den Text aber mittels Access oder Excel und VBA zurück konvertieren).

Ein Umstieg für die eMail-Komponente auf etwa Thunderbird wird allerdings damit erschwert, dass T-Online ein spezielles Datenformat zur Speicherung der eMails benutzt, das mit keiner anderen Software kompatibel ist. Und eine Export-Funktion für sämtliche Mails gibt es natürlich auch nicht. Zwar kann man einzelne Mails im eml-Format abspeichern (exportieren), aber um mit allen (vielleicht tausenden) Mails umzuziehen, wäre das utopisch aufwendig. Es gibt aber durchaus praktikable Möglichkeiten, den Umzug durchzuführen.

Die Mails sind in der T-Online-SW in ziemlich unübersichtlicher Weise abgelegt. Zwar gibt es eine Haupt-Datenbank (MsgMgmt.fdb), die übrigens wie alle anderen fdb-Dateien eine ganz normale Access-Datenbank ist (zwar mit Passwort geschützt, aber ansonsten bequem mittels Access und VBA zu bearbeiten), aber da liegen nur die Inhalte derjenigen Mails drin, die (auch) im Textformat gespeichert sind. Ansonsten enthält sie aber sämtliche Koordinierungsdaten. Die kompletten Quelldaten der Mails sind hingegen in den *.bin-Dateien abgelegt, die (leicht) verschlüsselt sind und mit Hilfe der Haupt-Datenbank in einzelne Mails (eml-Format) zerlegt werden können. Das wäre ein Weg, ist aber doch recht aufwendig und mit Programmieraufwand verbunden.

Der Export der T-Online-Mails geht im Prinzip auch mit den Bord-Mitteln der T-Online Software 6.0. Vom T-Online-Service-Team wird die Methode mit dem Weiterleiten und Speichern als Entwurf empfohlen. Zunächst stellt man das eMail-Fenster auf die Fensterteilung ein, markiert die zu exportierenden Mails (mind. 2) in einem Ordner und wählt Weiterleiten. Man braucht keinen Adressaten, als Betreff kann man z.B. den Namen des betreffenden Ordners verwenden. Dann speichert man diese fiktive Mail als Entwurf. Dann geht man zu dem Reiter Entwurf und markiert die vorbereitete Mail. In der Anhangliste sieht man nun alle ausgewählten Mails, wobei der Betreff jeder Mail + ".eml" als (Export-)Dateiname dient. Nun kann man hier diese Dateien in einem beliebigen Verzeichnis abspeichern (über Anhang speichern). Alternativ wählt man Speichern für die Mail selbst und gibt als Dateityp *.eml an. Damit werden all diese Dateien als (.eml-)Anhänge in einer einzigen eml-Datei abgelegt. Diese Sammeldatei kann man dann etwa mit Outlook-Express oder Thunderbird öffnen, um die als Anhänge angezeigten Mails (als eml-Dateien) wiederum in einem Ordner der Wahl abzuspeichern.

Die so entstandenen .eml-Dateien können direkt von Outlook Express bzw. Thunderbird verarbeitet werden (bei Thunderbird zieht man einzelne oder mehrere markierte Dateien aus dem Windows-Explorer in den gewünschten Ordner des Thunderbird-Fensters). Dieses Verfahren zum Erstellen von eml-Dateien funktioniert im Prinzip, hat jedoch einige Probleme.

Da ich meinen gesamten eMail-Bestand der letzten Jahre (über 60.000 Mails) konvertieren wollte, war diese Methode für mich allerdings völlig unbrauchbar. Um meinen Aufwand gering zu halten, habe ich mir statt dessen die Shareware mailAPP pink edition (früher TOnl2eml) gekauft (ca. 15 EUR). Sie erlaubt die Auswahl einzelner Mails oder eines ganzen Benutzer-Ordners oder aller Ordner auf einmal zum Export als eml- oder mbx-Datei. Die erstellten eml-Dateien haben als Namen nur eine Nummer, die der internen Datenbank-Anordnung entspricht, und das Dateidatum wird auf den Empfangszeitpunkt gestellt. Sie werden in der gleichen Ordnerstruktur abgelegt wie die Benutzer-Ordner in der T-Online-SW. Damit war die bequeme Konvertierung des gesamten Bestands tatsächlich in einem Durchgang möglich. Das hat zwar auf meinem betagten PC (P4 2 GHz) über 3 Stunden gedauert, mit einem Unfang von 1,3 GB, aber dafür war es (fast) stresslos. "Fast" deswegen, weil die bisherige Version (Dateiversion 2012.1.3.94, MailAPPEML.exe) einige Fehler hat:

Wenn man diese Bedingungen (möglicherweise) vorliegen hat, ist eine Umgehung des Problems dadurch möglich, dass man in der T-Online-SW für die betroffenen Ordner jeweils einen neuen Benutzer-Ordner anlegt (keinesfalls einen bestehenden umbenennen!) und die Mails da hinein verschiebt. Die alten Ordner kann man dann löschen.

Man sollte in jedem Fall prüfen, ob die Anzahl der exportierten Mails/Dateien mit der Anzeige bei den Ordnern innerhalb der T-Online-SW übereinstimmt. mailAPP zeigt auch in der Statuszeile die Gesamtzahl der eingelesenen Mails korrekt an, auch wenn es beim Export dann einige Mails vergessen sollte. Im Windows-Explorer kann man die Anzahl der exportierten Dateien in jedem erstellten Ordner und die Gesamtzahl aller bequem abfragen.

Die ggf. nötigen Änderungen an dem Mail-Bestand sind natürlich etwas heikel, weil sich damit möglicherweise unbemerkt Fehler einschleichen könnten, oder aber man hat sogar vielleicht die T-Online-SW gar nicht mehr installiert (nur noch die Sicherheitskopien). Ich habe mich daher an den Hersteller/Vertreiber des Programms gewandt und das Problem geschildert. Daraufhin habe ich innerhalb weniger Tage eine korrigierte Version erhalten (Dateiversion 2012.3.0.91, MailAPPThu.exe). Und die hat funktioniert, bis auf den Fehler mit den Sonderzeichen im Namen. Falls man solch einen Ordner verwendet, muss man das Umkopieren in einen neuen Ordner also trotzdem vornehmen. Dieser Fehler wird erst in einer späteren Version behoben werden. Die Variante pink thunder edition (mailAPPThu.exe) hat gegenüber der pink edition (mailAPPEML.exe) die zusätzliche Möglichkeit, die Konvertierung gleich in einen Thunderbird-Ordner eines Profils vorzunehmen.

Diese Software ist allerdings ziemlich träge, schon das Einlesen der T-Online-Daten dauerte bei mir Minuten. Auch wenn man dann nur einzelne Ordner selektieren will, muss man ewig warten, bis sie bereit ist (und mit jedem Klick erneut). Es empfiehlt sich daher, möglichst nur den gesamten Bestand auf einmal zu konvertieren (Auswahl "alles"). Ich vermisse auch eine plausible Sortierung der Ordner und Mails (nach Name bzw. Datum) bei der Auswahl, um sich zu orientieren. Auch könnte es hilfreich sein, wenn man gezeigt bekommen würde, wieviele Einträge in welchem Ordner gefunden bzw. exportiert wurden, denn dann sieht man möglicherweise Diskrepanzen sofort (durch Vergleich mit der T-Online-SW).

Ganz überrascht war ich, als ich anfangs nur nach weiteren Informationen zu dem Programm mailAPP angefragt habe, bevor ich bestellen wollte (eine Testversion für 10 Mails ist als Download verfügbar; mit der Bestellung erhält man den Freischalt-Key für die Vollversion). Statt einer umfassenden Antwort habe ich gleich einen Schlüssel zugesandt bekommen, sozusagen auf Vertrauensbasis, mit der Maßgabe, die Konvertierung zu versuchen und nur dann den Schlüssel auch zu bezahlen ("bestellen"), wenn ich erfolgreich war. Dieser Vertrauensvorschuss ist schon eine ungewöhnlich unbürokratische Vorgehensweise. Ich kann das Programm also jedem Umsteigewilligen empfehlen.

Stichwörter: eml-datei, T-Online Software 6.0, eMail, migration, Thunderbird, Outlook Express, mailappeml.exe, mailappthu.exe, tonl2eml

(29.03.2012)


DVB-T-Antennen

Zum Fernseh-Empfang bei DVB-T (terrestrisch) reicht oft eine kleine Stabantenne, jedenfalls in Ballungsräumen. Wie gut der Empfang an einem bestimmten Ort zu erwarten ist, kann man auf den Seiten des www.ueberallfernsehen.de abschätzen. Die Übersichtskarte von Deutschland ist (nur) als pdf herunter ladbar. In einigen Fällen ist eine Außenantenne (vorzugsweise auf dem Hausdach) erforderlich, um einen stabilen Empfang zu bekommen. Bei dieser digitalen Empfangstechnik ist es aber anders als beim analogen Fernsehen nicht so einfach, den besten Standort zu bestimmen, denn man erkennt das nicht an einem mehr oder minder "verrauschten" Bild, sondern nur daran, dass das Bild flüssig aufbaut und stabil ist oder gar nicht (oder "eingefroren") zu sehen ist.

Als Kompromiss kann man auch verstärkende Zimmerantennen probieren, die meist eine Ausrichtung direkt zum Sender verlangen. Allerdings wird es im Haus oft auch eine ganz andere Richtung sein, in die man die Antenne drehen muss, weil es da starke Reflexionen und Verzerrungen gibt. Die Empfangseigenschaften solcher Antennen lassen sich recht gut im "Antennengewinn" ausdrücken, der eine Vergleichszahl angibt, um wieviel der Empfang stärker als ein "normaler" Dipol ist. Die Maßeinheit ist das dB (Dezi-Bel), ein logarithmisches Maß, das entweder auf einen Lambda/2-Dipol (in dBd) oder auf den "isotropen" Kugelstrahler (in dBi) bezogen wird. Der Lambda/2-Dipol hat demnach einen Gewinn von 0 dBd oder 2,2 dBi. Ein Gewinn von 6 dB bedeutet eine Leistungsverstärkung um Faktor 4, 10 dB wären Faktor 10. Übliche Verstärkerantennen haben meist einen Gewinn im Bereich von 6 bis 20 dB(i). Ob man den Wert als dBd oder dBi angibt, ist hier nicht so wichtig, da der Unterschied zwischen beiden Angaben ja nur ca. 2 dB beträgt. Der dBi-Wert sieht halt besser aus. Die Verstärkung ist meist auch frequenzabhängig, so dass für UHF und VHF oft getrennte Angaben gemacht werden.

Leider geben hier viele Händler (vor allem auf eBay) die reinsten Phantasiezahlen an, die völlig unrealistisch sind. Da werden häufig nicht verstärkende(!) Stabantennen mit Gewinnen von bis zu 30 dB beworben. Den größten Blödsinn verkauft bei eBay eine Firma aus Großbritannien, die behauptet, dass ihre *passive* Antenne (NV DVA 536) 96 dB Verstärkung hätte.

Man sollte sich einerseits von solchen Phantasiezahlen nicht beeindrucken lassen, andererseits muss man auch bei Verstärkerantennen beachten, dass "Gewinn" nicht alles ist. Entscheidend ist nämlich das Signal-Rausch-Verhältnis, das bei stark verstärkenden Antennen (mit schlechten Verstärkern) so ungünstig sein kann, dass die hohe Verstärkung nichts nützt, allenfalls nur den Eingangsverstärker im Tuner übersteuert. Die preiswerteren Verstärker-Antennen haben meist auch einen Breitband-Verstärker, der alles möglich mit verstärkt, nicht nur die TV-Sender, etwa Handy- und DECT-Signale. Bessere Geräte haben immerhin Filter für die unerwünschten Störsignale.

Die meisten Verstärker-Antennen bekommen die Versorgungsspannung (5 V) über das Antennenkabel. Dazu muss entweder der Tuner die Spannung zur Verfügung stellen (muss meist im Setup des Geräts separat eingeschaltet werden), oder man muss einen Splitter oder ein Filter zwischenschalten, in das die Spannung über ein Steckernetzteil eingespeist wird. Manche Geräte haben auch einen separaten DC-Versorgungsanschluss für 5...6 V.

Ich habe einige Antennen vergleichend untersucht und bin da auf erstaunliche Unterschiede gestoßen. Ich habe alle Antennen wechselweise an einem tragbaren DVB-T-Empfänger (X4-Tech) ausprobiert. Am Empfangsort (westlich von München, 18 km zum Sender) in der Wohnung im Erdgeschoss ist der Empfang sehr ungünstig (während im oberen Stockwerk selbst mit der kleinsten Antenne alle 24 Sender zu empfangen sind). Die 24 Sender arbeiten auf den 6 Kanälen 34, 35, 48, 52, 54, 56. Zur Beurteilung habe ich die Anzahl der sehr gut (++) empfangbaren und der nicht ganz stabil empfangbaren (+) Sender im Erdgeschoss abgezählt.

Erstaunlich ist, dass die passive Yagi-Antenne trotz nur 6-8 dB Verstärkung wesentlich mehr Sender empfangen kann als die DTA3000, die 16-19 dB haben soll.

SF-9506TBei dieser Gelegenheit habe ich ausprobiert, in wie weit ein DVB-T Signal Finder (DVB-T Meter; Bild von http://member.asianproducts.com) brauchbar ist. Das Gerät hat ein Zeigerinstrument und zeigt die Empfangsstärke der DVB-T-Sender in der Antennenleitung an, ähnlich wie es das auch für Sat-Anlagen gibt und dient der leichteren Ausrichtung von Richtantennen. Das von mir benutzte Gerät (SF-9506T, zeitweise vertrieben von TELMAL.PL auf eBay für 13-25 EUR, blaues Gehäuse, eBay-Suchworte: dvb-t finder -sat) war allerdings völlig unbrauchbar. Eine Anzeige gab es selbst bei gutem Empfang nur bei aktiven Antennen, aber da gab es zusätzlich eine Selbsterregung und der Zeiger ging auf Vollausschlag. Mit dem Empfindlichkeitsregler konnte ich einen Punkt finden, wo eine passable richtungsabhängige Anzeige möglich war, aber das war zu diffizil. Da das Zeigerinstrument auch noch eine mechanische Macke hatte (Blockierung/Anschlag in Skalenmitte) und der eingebaute Kompass unbrauchbar war, habe ich das Gerät zurück geschickt. Der Verkäufer hat sogar die Rücksendekosten nach Polen übernommen, jedoch konnten wir nicht plausibel klären, warum das Gerät nicht funktioniert. Angeblich wäre das Gerät einwandfrei und ich hätte es nur falsch benutzt...

Stichwörter: dvb-t, antenne, verstärker, auvisio, schwaiger, technisat, goobay, thomson, one for all, NV DVA 536, sf-9506t, signal finder. meter

(29.02.2012)


Professionelle Schaltungstechnik (Franzis)

Vom Franzisverlag gibt (bzw. gab) es seit vielen Jahren eine Buchreihe mit dem Titel Professionelle Schaltungstechnik, anfangs in 12 Bänden (1996-2000), später als Ausgabe in 10 Bänden (5 Doppelbände, bis 2004), teilweise mit CD und mit wechselnden Autoren. Auch Nachfolgebände sind heraus gekommen (Neue professionelle Schaltungstechniken). Leider ist die Betitelung und sogar die Benummerung mit der eigentlich eindeutige ISBN derart verwirrend, dass es immer wieder Verwechslungen gibt.

Ich habe die Version Professionelle Schaltungstechnik mit Bänden 1-10 und Erscheinungsjahr 2003/2004 (auf dem Cover stehen keine Autoren), ohne CD (kein CD-Logo auf der Frontseite). Diesem Paket wird die ISBN-10 3-7723-4386-4 (2004) zugewiesen und enthält ca. 8000 Schaltungen. Verwirrend ist allerdings, dass in den Büchern selber die ISBN-10 3-7723-4385-6 (2003) eingedruckt ist. Zu dieser eingedruckten ISBN wurden früher auch 2 CDs mit geliefert, später nicht mehr.

Meines Wissens nach gibt es zu diesem letzten Stand des Werks keine CDs, auf denen die Schaltungen enthalten wären. Lediglich zu dem früheren 12-bändigen Werk gibt es eine elektronische Ausführung auf 2 CDs, die wohl unter ISBN 3-7723-6277-X vertrieben wurden und 10.000 Schaltungen enthält. Vermutlich die gleiche Version ist auch in dem Lernpaket Elektronik & Elektrotechnik 2006 enthalten (das insgesamt 8 CDs enthält), in neueren Ausgaben dieses Paket aber nicht mehr.

Mag der Nutzen dieser Schaltungssammlungen zumindest heutzutage doch sehr zweifelhaft sein (zumal größtenteils Hersteller-Applikationen oder obskure Schaltungen enthalten sind, die kaum beschrieben wurden und selbst zur damaligen Zeit nur wenig hilfreich für eigene Entwicklungen waren), so finden sich durchaus auch einzelne interessante Schaltungs-Beispiele und einige Grundlagen. Es gibt zu dem 10-bändigen Werk dankenswerterweise ein gedrucktes Index-Verzeichnis, das man dringend benötigt, falls man einmal eine bestimmte Schaltung sucht. Denn eine sinnvolle Ordnung gibt es in den 10 Bänden nicht. Allerdings habe ich festgestellt, dass dieses Verzeichnis sehr fehlerhaft ist. Einerseits enthält es Druckfehler (typische Tippfehler mit Zeichenvertauschungen oder OCR-typische Zeichenfehler, falsche Seitenzahlen), die sogar den Eindruck vermitteln, dass ganz unterschiedliche (Hilfs-)Autoren dieses Verzeichnis zusammen gestellt haben dürften, andererseits sind viele Einträge doppelt (weil sie zum besseren Auffinden unter unterschiedlichen Stichworten aufgenommen wurden), viele andere fehlen aber auch und wieder andere sind gar nicht auf den genannten Seiten enthalten (möglicherweise gehören diese Schaltungen zu der früheren 12-bändigen Ausgabe oder einer anderen Version). In dieser Form ist das Verzeichnis also ziemlich unbrauchbar.

Ich habe mir daher die Mühe gemacht (und das kann man wörtlich nehmen), das gesamte Schaltungs-Verzeichnis als konsistente Excel-Datei zu erstellen und Fehler (weitgehend) zu bereinigen. Grundlage dafür waren die online verfügbaren Seiten des gedruckten Verzeichnisses von einigen Anbietern. Doppelte Einträge (mit unterschiedlich formulierten Titeln) habe ich dabei auch entfernt, denn zum Suchen kann man ja bequem und erfolgversprechender die Excel-Funktion benutzen. Nicht vollständig angepasst habe ich die teilweise unterschiedlich formulierten Überschriften der Schaltungen bzw. Kapitel, die manchmal nicht mit den gedruckten Texten in den Bänden übereinstimmen (nur sinngemäß). Organisiert ist die Liste so, dass eine Sortierung nach Band/Seiten/Schaltungen möglich ist, je Schaltung eine Zeile. Damit hat man die Möglichkeit, beim Durchblättern der Bücher interessante Schaltungen und Kapitel zu kommentieren, um sie ggf. später leichter wieder zu finden.

Diese Datenbank stelle ich auch anderen zur Verfügung, wenn Bedarf besteht.

Stichwörter: franzis, professionelle schaltungstechnik, isbn 3-7723-4386-4, 3-7723-4385-6, 3-7723-0184-3, 3-7723-6277-X, ean 9783772359095, lernpaket elektronik elektrotechnik, klasche, hahn, sabrowski, nührmann, schreiber, sichla

(02.02.2012)


Labor Netzgerät RNG-1501 USB (McPower)

RNG-1501 USB Das Netzgerät ist sehr preiswert und etwas exotisch, weil es für die Stromanzeige ein analoges Messgerät verwendet, für die Spannung jedoch eine digitale Anzeige hat. Die analoge Anzeige kann von Vorteil sein, wenn die Stromaufnahme stark schwankt, was bei digitaler Anzeige kaum vernünftig ablesbar wäre. Das Gerät hat eine einstellbare Ausgangsspannung von 0-15 V bei 1 A. Besonders praktisch ist die zusätzliche Bereitstellung einer USB-Spannung 5 V/400 mA über eine Buchse USB-A auf der Frontseite, etwa für die Aufladung externer Geräte über USB.

Das ist auch der Unterschied zum "normalen" RNG-1501, das nur 2 analoge Instrumente hat und kein USB. Während die USB-Version bei eBay schon ab 20 € inkl. Versand zu bekommen ist (etwa über goeni2), wobei man aber auch ebenso 40 € zahlen kann, wird für die analoge Version sogar bis zu 52 € verlangt (meinpaket.de). Es lohnt sich also ein Preisvergleich.

Ein Kurztest zeigt eine sehr gute Genauigkeit der Digitalanzeige, die sich aber (wie auch die Stromanzeige) nur auf die Ausgangsklemmen bezieht, also nicht für den USB-Ausgang gilt. Ganz praktisch ist auch die Spannungsumschaltung 5 V/15 V, die eine feinfühligere Einstellung kleinerer Spannungen ermöglicht (beide Bereiche gehen aber ab 0 V) und einen gewissen Schutz gegen zu hoch eingestellte Spannungen bei 5 V-Schaltungen bietet. Hier ist allerdings zu beachten, dass sich beim Umschalten die eingestellte Ausgangsspannung stark ändert. Hat man z.B. im 5 V-Bereich etwa 5 V eingestellt und braucht jetzt aber 5,5 V, geht beim Umschalten auf den 15 V-Bereich der Ausgang auf 14 V hoch! Das kann für manche Schaltungen tödlich sein.

Tückisch an dem Gerät ist auch, dass der rückseitige Transistor (2N3055, siehe Bild unten) isoliert eingebaut, aber ungeschützt befestigt ist. Sein Gehäuse führt 30 V und da sollte man keinen Kurzschluss zur Masse (Minusklemme) machen. Das Netzgerätegehäuse ist elektrisch nicht kontaktiert und liegt in der Luft. Da das Gehäuse auch nicht geerdet ist (nur 2-poliger Netzanschluss), handelt es sich um ein Gerät nach Schutzklasse II. Dies würde aber doppelte bzw. verstärkte Isolierung zwischen Netzstromkreis und Gehäuse verlangen, die ich nicht erkennen kann (die Netzspannung führenden Adern haben eine sehr dünne Isolierung und können das Gehäuse berühren). Auch fehlt das erforderliche Schutzklassensymbol. Das Gerät hat zwar eine CE-Kennzeichnung (vom Importeur, nicht vom Hersteller), aber darauf würde ich mich nicht verlassen. Eine Konformitätserklärung liegt (natürlich) nicht bei.

Auf der Rückseite des Geräts ist eine weitere USB-Buchse, vom Typ B, wie sie etwa bei Druckern verwendet wird (siehe Bild unten). In der Beschreibung ist sie nicht erwähnt, aber man könnte denken, die ist einfach zur vorderen Buchse parallel geschaltet. Es kommt an ihr jedoch keine 5 V heraus!

RNG-1501 USB

Eine Nachfrage bei meinem Lieferanten brachte keine Klarheit, weil der selber zur Auskunft erhielt, dass die Buchsen sehr wohl parallel geschaltet seien und 5 V auch dort anstehen würde. Um hier Klarheit zu bekommen, habe ich die Verdrahtung kontrolliert. Danach ist es so, dass die Buchsen zwar parallel geschaltet sind, jedoch nicht der Pin 1, 5 V USB. Der Punkt ist auf der Platine der hinteren Buchse überhaupt nicht kontaktiert.

Was hat das zu bedeuten? Ist das ein Design-Fehler? Die Fertigungsqualität solcher Fernost-Geräte ist ja häufig zweifelhaft, aber hier liegt wohl etwas anderes vor. Im Grunde ist es doch klar, dass eine Buchse vom Typ B gar keine 5 V liefern darf. Denn üblicherweise werden damit die Clients (Slaves), also die zu steuernden Geräte, angeschlossen, die sich vielmehr über solch eine Buchse die Betriebsspannung besorgen (z.B. bei externen Festplatten, Brenner etc.) oder daran die Verbindung zu einem Master (PC) erkennen. Die Buchse darf selber also keine Spannung liefern, um eine Kollision mit dem Master (PC) zu vermeiden.

Wozu kann man dann die Buchse verwenden? Wenn man etwa einen PC/Laptop hat, der vielleicht nicht in der Lage ist, den vom angeschlossenen USB-Gerät benötigten Strom aufzubringen, und eine mögliche Stromverstärkung durch ein sogenanntes Y-Kabel an eine weitere USB-Buchse nicht möglich oder ausreichend ist, kann man das Netzgerät dazwischen schalten: Den PC an die hintere USB-Buchse, das Laufwerk an die vordere. Dort kann das Gerät dann bis etwa 400 mA entnehmen. Die Kommunikation wird durchgeschleift. Für unterwegs ist das natürlich etwas umständlich :-) Es ist außerdem zu beachten, dass die Buchsen-Gehäuse nicht mit einander verbunden sind, sie sind frei, das bedeutet, dass die Kabelabschirmung zwischen beiden Kabeln unterbrochen wird.

Für den USB-Ausgang wird ein eigener 5 V-Regler verwendet, der nur einen kleinen Kühlkörper hat (im unteren Bild rechts oben zu erkennen). Als Schutz bzw. zur Strombegrenzung liegt zum Ausgang ein 1,5 Ohm Leistungswiderstand in Reihe. Somit ist die abgegebene Spannung vom Laststrom abhängig. Bei 400 mA stehen dann nur noch etwa 4,3 V zur Verfügung, bei 500 mA etwa 4,0 V. Über etwa 600 mA wackelt die Digitalanzeige und bei noch höheren Strömen schaltet das Netzgerät ab und es ertönt ein Signalton (Tongeber auf dem Bild unten rechts).

RNG-1501 Platine Ansonsten kann ich zur Fertigungsqualität nur wieder sagen, dass deutsche Hersteller sich nicht trauen würden, so etwas auszuliefern, siehe nebenstehendes Bild: Man hat sich in der Leiterplattenfertigung offensichtlich den Reinigungsvorgang nach dem Schwallbad gespart und so ist die Platine mit einem festen weißen Belag übertüncht (oder hat die Platine einen Wasserschaden oder ist sie in ein Farbbad gefallen?), sogar bei dem IC-Sockel sind sämtliche Steckkontakte grün korrodiert (Patina), wie auch bei den Anschlussdrähten der Widerstände, wie man auch auf dem Bild erkennen kann.


Stichwörter: McPower, RNG-1501 USB, Y-Kabel, HT46R064, Holtek, EAN 4044499086509, 4044499143523, 542-038

(15.01.2012)


LAN-Kabel Tester NS/SY-468 (und baugleiche)

Ein vielfach angebotenes Testgerät für LAN-Kabel (RJ45/RJ12/RJ11/RJ10) ist das NS-468 bzw. seine Varianten, etwa SY-468, oder andere baugleiche OEM-Versionen (Lindy, LogiLink etc.). Manche unterscheiden sich noch im mitgelieferten Zubehör (Adapter Stecker/Kabel). Erstaunlich ist aber auch die Vielfalt an Kaufpreisen. Beim Direktimport aus China über eBay efortown habe ich 2,40 EUR (inkl. Versand) bezahlt, inkl. Schutzhülle, man kann aber ebenso auch weit über 20 EUR dafür zahlen. Preisvergleiche sind also lohnend. Das Gerät schickt über jede angeschlossene Leitung sequentiell einen Prüfstrom, der die LEDs im Sender/Master (am Kabelanfang) und am Empfänger/Remote (am Kabelende) zum Aufleuchten bringt. Je nach Aderbelegung und Anzahl der verdrahteten Leitungen (max. 8 + Schirm) leuchten die entsprechenden LED nacheinander auf. Nicht Aufleuchten heißt keine Verbindung, Aufleuchten in falscher Reihenfolge heißt Adern verdreht. Soweit ist das klar und praktikabel.

NS-468

Allerdings fiel mir beim Testen auf, dass eines meiner Testkabel (6P4C) überhaupt nicht angezeigt wurde. Andere, etwa 6P2C, 6P6C, hingegen schon. Das hat mich schon zur Verzweiflung gebracht, weil ich mir sicher war, dass das Kabel in Ordnung war. Nach fruchtlosen Versuchen und Untersuchungen am Kabel habe ich das Gerät zerlegt und die Innenschaltung analysiert. Es braucht gar nicht viel Arbeit, heraus zu finden, wie es funktioniert. Dazu hilft es, einen Blick auf das Datenblatt des verwendeten SAM8118 von sigamico.com zu werfen, in dem eine typische Applikation für den Kabeltester dargestellt ist (wer chinesisch lesen kann, ist klar im Vorteil, aber man kann sich auch so viel zusammenreimen). Interessant sind die Invers-Dioden D4/5/6 (Remote) bzw. D1/2/3 (Master), die für die Rückleitung eines LED-Stroms erforderlich sind. Es sind in dem Applikationsvorschlag mehrere Adern mit Dioden versehen, damit bei "jedem" zu testenden Kabel mindestens 2 davon auch verfügbar sind. Nur dann kann bei jeder zu prüfenden Ader über mindestens 1 der Rückleitungen auf diese Weise der Strom auf der Senderseite gegen Masse zurück fließen. Allerdings, bei einem universellen Tester, der alle möglichen Beschaltungsvarianten testen können sollte, müssten auch alle Leitungen mit den Invers-Dioden bestückt sein.

Beim NS/SY-468 sieht man aber sofort, dass lediglich 3 Adern mit solchen Dioden bestückt sind (obwohl sogar teilweise Einbauplätze für alle Adern da wären). Damit gibt es Kabel-Belegungs-Konfigurationen, bei denen gar kein Strom zurück fließen kann. Und so war es bei meinem Kabel. Es hatte die Belegung 2-3-4-5 an einem Ende und 4-5-2-3 am anderen (also die 2 Paare 2-3 und 4-5 waren vertauscht). Beim NS/SY-468 sind aber nur die Leitungen 1, 3 und 4 mit Dioden bestückt. Bei dieser Beschaltung kann bei keiner der 4 Adern ein Rückstrom über eine Master- und gleichzeitig Remote-Diode fließen. Das kann also gar nicht gehen. Als Regel wäre da einzuhalten: Es müssen 2 von den Adern 1, 3 oder 4 auf einer Seite des Kabels verbunden sein mit 2 Adern aus 1, 3 oder 4 auf der anderen Seite (nicht unbedingt die gleiche Anordnung). Dann wäre das Kabel testbar.

Das ist schockierend, denn ein Kabeltester sollte schon mit allen möglichen Kombinationen arbeiten können. Aber Abhilfe ist möglich: Man baut einfach die fehlenden Dioden in die Master- und die Remote-Box ein. Beim Remote NS-468 sind sogar Einbauplätze für die Dioden (1N4148) vorgesehen. Beim Master zwar auch, nur fehlen da die Bohrungen. Also entweder aufbohren (und den Lötstopplack abkratzen) oder einfach direkt über die Anschlüsse der LED "antiparallel" löten (wie die vorhandenen Dioden). Beim SY-468 ist es schwieriger, weil es in SMD aufgebaut ist.

Apropos: Die eingangs erwähnten Preisunterschiede könnten auch an sehr unterschiedlichen Qualitätskontrollen liegen. Bei meinem so extrem preisgünstigen Exemplar fehlten nämlich außerdem noch 5 Brücken-Leitungen für den RJ12-Anschluss im Remote-Teil, und auch der Schirm-Test funktionierte nicht, weil die LEDs (G) im Master und im Remote gar nicht erst bestückt waren. Das kann man natürlich auch nachrüsten, oder etwas mehr Geld ausgeben :-)

Ach ja, der eBay-Verkäufer hat mir auf meine Vorhaltung mit den fehlenden Brücken und LEDs hin ein neues SY-468 kostenlos zugesandt. Das hat zwar die gleiche Einschränkung mit den 3 Dioden, aber funktioniert ansonsten richtig (auch G).

Und noch ein extrem preiswerter LAN Kabel-Tester RJ45/RJ12 (eBay itshotsale77 1,70 € inkl. Versand):

cable tester

Das Gerät ist sehr kompakt und arbeitet mit dem IC CD4017. Beworben wurde es mit "9 LED für Leitungstests", also RJ45 8-polig + Schirm (Anzeige "G"). Meines hat allerdings tatsächlich nur 8 LED, also für 8 Adern ohne Schirm. Denn die 9. LED (G) ist sowohl im Master als auch im Remote gar nicht bestückt. Der Verkäufer gibt sich ahnungslos :-)

Funktionell entspricht es dem NS-468, d.h. besitzt auch nur die 3 Invers-Dioden. Auch damit gibt es also die gleichen Probleme bei ungeeigneten Konfigurationen. Vielleicht ist es auch der gleiche Hersteller, zumindest ist die beigelegte Beschreibung bei beiden gleich.

Zwar lässt sich hier die G-LED leicht nachrüsten, aber für weitere Invers-Dioden ist kein Einbauplatz vorgesehen und der zur Verfügung stehende Platz dafür ist etwas knapp.

Auf meine Reklamation wegen dieser Mängel hat mir der Verkäufer den Kaufpreis erstattet (ohne dass ich den Artikel zurück schicken müsste), was zwar nichts daran ändert, andererseits aber durchaus entgegenkommend ist.


Stichwörter: NS-468, SY-468, LAN Kabeltester, SAM8118, CD4017

(05.09.2011)


Solar Akkulader & portable Stromversorgungen

Akku-Stromversorgungen zum Nachladen von Handys oder Smartphones oder auch zum Betreiben von Batteriegeräten (z.B. Navigationssysteme) sind inzwischen sehr weit verbreitet. Das Spektrum solcher Geräte reicht von 2 EUR für eine mit einer Batteriezelle zu betreibenden kleinen Einheit bis zu etwa 70 EUR für einen Powerakku mit 4 Ah. Meist stellen diese mobilen Stromversorgungen die Energie an einer USB-Buchse zur Verfügung (5 V), weil viele Geräte ohnhin die Möglichkeit bieten, an USB-Hosts (z.B. PCs) aufgeladen zu werden. Für mein Geko301-Navi hatte ich mir schon einmal eine sehr einfache externe Stromversorgung gebaut, die mit 4 x AA-Zellen arbeitet und 3 V/100 mA zur Verfügung stellt. Weil ich alternativ noch eine flexiblere und universellere Stromversorgung für mein Fahrrad-Equipment haben wollte, habe ich mich ausgiebiger mit fertigen Lösungen beschäftigt und einige preiswerte Systeme untersucht. Allen gemeinsam ist, dass sie 5 V an einer USB-Buchse (A oder mini A) zur Verfügung stellen (die ich für das Geko in einem anderen Projekt noch einmal auf 3 V herunter regle), bei max. 0,5 bis 2 A und einer Kapazität von bis ca. 4 Ah. Meist arbeiten diese Versorgungen mit LiIon- oder LiPo-Akkus mit 3,7 V (1s), die allerdings bezüglich Ladung und Entladung recht kritisch sind. Ein eingebauter Schaltregler transformiert die Akkuspannung auf eine geregelte 5 V Ausgangsspannung hoch.

Folgende Kriterien sind hierbei besonders interessant:

Die von mir untersuchten Systeme haben bezüglich dieser Kriterien einige Macken und Probleme. Vor allem die bei eBay angebotenen extrem preisgünstigen Akkus bzw. Akku-Geräte sind sehr zweifelhaft bis unbrauchbar. Es würde den Rahmen des hier vorgesehen Platzes sprengen, wenn ich von allen meinen Untersuchungen im Detail berichten würde, daher gebe ich hier nur einen stichwortartigen Überblick.

Schon die Beschaffung von Akkus für die Geräte, die es ermöglichen 1 bis 4 LiIon-Zellen vom Typ 18650 einzulegen, war frustrierend. Denn die bei eBay angebotene Ware (etwa 4 blaue Zellen mit je 3 Ah für knapp 8 EUR inkl. Versand aus China) war teilweise schlicht unbrauchbar. D.h. entweder nicht funktionsfähig oder mit viel zu wenig Kapazität (mein Lieferant erstattete mir zwar bei 2 Aufträgen den Kaufpreis ohne dass ich die Zellen zurück schicken musste, revanchierte sich aber mit einer Sperre für seinem Shop, kein wirklicher Verlust für mich). Sehr gut waren hingegen die "original" Sanyo-Zellen von eBay-Verkäufer daisyzhang686 (pink, mit Lötfahnen, 2,6 Ah), die aber bei 2 Stück knapp 17 EUR kosteten. Die waren jedoch sehr gut. Gemessen habe ich eine Kapazität von je 2,5 Ah bei 0,5 A.

Da bei Akkus leider sehr viel gelogen und auch in der Werbung zu viel versprochen wird, sind die Untersuchungen zu 18650-Zellen von The Battery Boy www.torchythebatteryboy.com/p/batteries_21.html sehr aufschlussreich. Die Entladecharakteristik hab ich sowohl bei den Zellen als auch bei den Stromversorgungen mit dem Orbit Pocketlader bestimmt und dokumentiert (Microlog 2.11).

Ein unerwartetes Problem beim Test der Auf- und Entladecharakteristik von Zellen vom Typ 18650 war der Batteriehalter. Die meisten Halter haben relativ große Übergangswiderstände, die bei hohen Strömen zu nennenswerten Spannungsabfällen führen. Wenn der Ladestrom am Ende nicht reduziert wird, schaltet der Laderegler zu früh ab (Zelle nicht voll) bzw. beim Entladen fällt die Nutzspannung zu früh ab. Der Ladeschacht von Conrad mit der Nummer 512038 ist z.B. auch für 18650-Zellen geeignet, wenn man ihn etwas umbaut, hat aber relativ geringe Kontaktkräfte. Sehr feste Kontakte haben manche einzelne Ladeschalen, wie sie bei eBay angeboten werden (etwa von greenforcecells, "Battery Holder Case box"). Die gemessenen Spannungsabfälle an den Übergangswiderständen lagen bei meinen Messungen meist zwischen 0,1 bis 0,3 V @ 0,5 A. Entsprechend höher wären sie bei größeren Strömen. Beim Pocketlader spielen diese Verfälschungen keine große Rolle, weil das Gerät den Strom entsprechend reduziert, so dass immer volle Ladung bzw. Entladung möglich ist. Bei festem Einbau leistungsstarker Akkus sind angeschweißte Lötfahnen den Batteriehaltern eindeutig vorzuziehen. Im Folgenden einige untersuchte Geräte.

Multi Mobil Ladestation Neofree

Neofree Dieses Gerät wurde mal bei Conrad für 25 EUR verkauft (Nr. 512276 und NF-4400, NeoFree von Hersteller Glocom) und soll 4,4 Ah leisten, Ausgang 5 V USB. Es wird komplett mit Netzteil und Adaptern für Mobil-Telefone geliefert. Mittlerweile scheint es das in Deutschland nicht mehr zu geben als Neuware, wohl aber in Indien und Korea :-)


Eigenschaften und Messungen:

Wenn die Akkus defekt sind, muss man das Gerät wegwerfen, da man an die Akkus nur mit Zerstörung des Gehäuses heran kommt (verklebt). Ich habe mir aber einen Umbau gemacht und benutze als alternatives Gehäuse ein Strapubox 2062 (auf der USB-Seite habe ich die Platine etwas verlängert, damit sie im Gehäuse nicht verrutscht, so dass die Buchse versenkt im Gehäuse liegt).

Mobile Akkubox für 4 x 18650 parallel

Akkubox 18650 Diese Box für bis zu 4 x 18650 LiIon-Akkus gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, etwa mit Serienschaltung der Akkus oder Parallelschaltung, oder gemischt und etwas unterschiedlichen Funktionen (auch unterschiedliche Buchsen). Auf den ersten Blick sehen sie aber alle etwa gleich aus (die Beschreibung genau lesen). Das Gerät wird normalerweise ohne Akkus geliefert.


Eigenschaften und Messungen:

Dieses Gerät hat den Vorteil, dass man die Akkus bei Bedarf leicht auswechseln kann.

Solar Power Ladegerät 2,6 Ah

Solar Akkulader Das Gerät hat ein Solarpanel, das eine permanente Nachladung des LiPo-Akkus (2,6 Ah) ermöglichen soll, umschaltbare Ausgangsspannung (4,5-9 V) und eine Taschenlampenfunktion.


Eigenschaften und Messungen:

Das Gerät hat ein stabiles Gehäuse (nicht erkennbar zu öffnen), aber das Panel ist Spielerei, die Buchsen mit Umschalter sind zu fummelig. Die Überhöhung der Ausgangsspannung bei nachlassender Batterie macht die Verwendung von Geräten, die nominell 5 V benötigen, möglicherweise sehr riskant.

Solar Power Ladegerät 2,6 Ah

Solar AkkuDas Gerät hat eine USB-Buchse A für den Ausgang (5 V) und eine mini-USB zur Aufladung (5 V), ein Solarpanel soll die Aufladung des LiPo-Akkus (2,6 Ah) unterstützen. Schalter sind nicht vorhanden.


Eigenschaften und Messungen:

Das Gerät hat zwar ein Metallgehäuse, was aber etwas hakelig ist. Man kann es leicht öffnen, um etwa den LiPo-Akku auszutauschen. Verlötung von Akku und Panel ist aber etwas problematisch. Das Panel scheint keine nennenswerte Funktion zu haben, jedenfalls reicht es nicht aus (bei normalem Tageslicht), die Selbstentladung auszugleichen. Beide getesteten Geräte haben defekte Akkus (habe beide Käufe erstattet bekommen ohne Rücksendung).

Anmerkung (Akku-Kapazität): Die Hersteller geben immer vollmundig die Kapazität des eingebauten Akkus an, aber entscheidend ist ja, was "raus kommt". Wegen der Umsetzung der Akkuspannung (ca. 3,5-3,7 V) auf die Ausgangsspannung (5 V) kann rechnerisch der Strom am Ausgang nur geringer sein als der vom Akku, hinzu kommt der Wirkungsgrad des Schaltreglers. Rechnerisch ist das Stromverhältnis (und damit das effektive Kapazitätsverhältnis Ausgang zu Akku) bei angenommenen 80 % Wirkungsgrad etwa 0,6. D.h. ein eingebauter Akku mit 4,4 Ah ergibt an 5 V effektiv nur um die 2,5 Ah nutzbare Kapazität. Bei einem 2,6 Ah Akku wäre bei 90 % Wirkungsgrad mit 1,7 Ah Ausgangsleistung zu rechnen.

Stichwörter: solar panel, akku, multi mobil lader, 18650, lipo, liion, kapazität

(19.08.2011)


Orbit Pocketlader

Zu diesem exzellenten Mini-Ladegerät (Nr. 0640) für alle möglichen Batterietypen eines Modellbauers habe ich mir einen Adapter entworfen, um einerseits die Bananenstecker des Eingangskabels auf eine Hohlbuchse zu kontaktieren, oder alternativ mit anderen Kabeln von/zu 6,3 mm Flachsteckern, andererseits zum Laden von Knopfzellen (Lir2032) mit passenden Haltern, und Anschlussbuchsen für LiPo-Batterien (1S) mit Steckkontakten von JST (2 mm). Bei Bedarf kann ich die Layout-Daten (SprintLayout) zur Verfügung stellen (62x34 mm, passend für Strapubox 2744).

Layout

Stichwörter: orbit pocketlader mpx mg6 adapter bananenstecker hohlstecker lipo liio batterie knopfzelle ladegerät

(10.01.2011)


Geschirrspüler Siemens LADY 782 (SN782300 00)

Lady 781Meine uralte Geschirrspülmaschine hatte schon etliche Macken. Kürzlich hätte ich sie doch fast entsorgen müssen, denn das Ersatzteil aus der Klarspülerzuführung (Stößel, Nr. 05 6567) ist nicht mehr lieferbar. Es handelt sich um eine kleine Keramikstange, die den Klarspülerauslauf verschließt und bei dem war die Gummidichtung abgerissen. In Folge dessen lief der Klarspüler in der Tür immer aus, sobald die Tür aufgeklappt wurde, sammelte sich anfangs in dem Dämmmaterial, fand aber bald den Weg nach außen und hinterließ gelegentlich Pfützen auf dem Fußboden, die auch von einem "unsauberen" Haustier hätten stammen können. Diese Dichtung ist so speziell, dass man sie nicht auf einfache Weise improvisiert ersetzen kann. Allerdings habe ich doch eine Lösung gefunden, die offenbar gut funktioniert: Im nachfolgenden Bild sieht man den oberen Teil des Klarspülerbehälters in der Fronttür, bei dem ein Bimetall-Hebel (grün) den Stößel in der Vorratskammer zum Öffnen nach oben zieht. Klarspülerdichtung

Der gelbe "Balg" ist der untere Teil eines Luftballons, der als flexibler Dichtungsschlauch dient. Dieser ist unten über der Öffnungswulst und oben auf einer auf den Stößel geschobenen Wasserhahndichtung (unterhalb der Unterlegscheibe) mit Kabelbinder fixiert. Dieser Schlauch muss sich aus der gezeigten Ruhestellung um etwa 1/2 cm nach oben strecken können, wenn der Bimetall-Hebel beim Spülgang den Stößel anhebt. Wichtig ist, dass die übergeschobene Gummidichtung straff auf den Stößel passt, damit der Klarspüler dort nicht herauslaufen kann, wenn die Tür gekippt wird. Zum mechanischen Schutz habe ich an dieser Stelle den Ballon umgeschlagen (doppelt gelegt), die Wulst am Luftballonende sitzt hier am unteren Kabelbinder. Die Unterlegscheibe ist aus Pertinax und soll nur die Hitze des Betätigungsarms von der Dichtung und dem Ballon etwas fern halten. Ebenso soll die seitliche Epoxyplatte (Kupfer beschichtet) die Strahlungshitze abschirmen. Die Platte habe ich geschlitzt und über den Arm geschoben und mit Bindedraht etwas fixiert. Diese Konstruktion hat die ersten 10 Spülgänge problemlos verkraftet und wird so sicher noch lange Zeit halten.

Leider aber habe ich mich inzwischen entschlossen, die Maschine doch zu entsorgen, weil die Summe der vielen Macken mittlerweile doch so groß geworden ist, dass es (auch ökologisch) Sinn macht, die Wirtschaft anzukurbeln und einen neuen Geschirrspüler zu kaufen.

Stichwörter: siemens geschirrspüler lady 782 sn 782300 00 stößel 056567 klarspüler 083223 bimetall kundendienst bimetall luftballon

(05.09.2011)


Heizkörper-Thermostat Classic Pro / Model K und baugleiche

Derzeit wird bei praktisch allen Elektronik-Versendern ein sehr preisgünstiges Heizkörperthermostat mit Zeitsteuerung angeboten (z.B. Reichelt, ELV, Conrad/Völkner, Pearl etc., bei Pollin ohne Boost-Funktion), einheitlich für ca. 15 €. Als Anschluss ist das weit verbreitete M30-Gewinde vorgesehen, es liegen aber auch Adapter für Danfoss-Ventile bei. Bei Ventilen von Polytronic ist das Gewinde jedoch M34x1,5. Obwohl hierfür kein Adapter erhältlich ist, kann man den Thermostat mit einem Danfoss-Adapter daran betreiben (fest und vollständig auf das Gewinde schieben). Man muss lediglich den Stößel verlängern.

Hierzu muss man die Entfernung zwischen vollständig herausgefahrenem Stößel (Ventil offen) und dem Thermostat-Boden (wo der Druckstift verschwindet) ausmessen und einen passenden Stift als Verlängerung basteln (Länge etwas kürzer nehmen, bei mir waren es ca. 17 mm). Ich habe einen 10 mm langen M5-Gewindebolzen mit 12 mm-Schraube (inkl. Kopf ca. 16 mm lang) benutzt, wobei der Ventilstift in den Bolzen gesteckt wird, aber nur soweit, dass der volle Hub noch ungehindert möglich ist. Dazu habe ich als Anschlag die Schraube entsprechend weit in den Bolzen eingedreht. Zusätzlich musste ich den Abstand zum Thermostat-Boden noch mit einer 1 ct-Münze ausgleichen. Damit diese Stiftverlängerung nicht nach unten kippen kann und etwas zentriert wird, kann man einen passenden Dichtring aus Gummi oder Kunststoff drüber ziehen, oder sie in ein dickes Papp-/Kunststoff- oder Holzröllchen schieben.

Man kann auch einen M4-Bolzen auf ca. 2 mm Tiefe (bzw. geringer als der notwendige Stellhub) mit einem 4 mm-Bohrer (bzw. passend zum Ventilstift) aufbohren. Dann lässt sich eine in den Bolzen eingedrehte Schraube zur Justierung für den passenden Abstand verwenden. Ob es passt, sieht man nach der "Abgleichfahrt" des Thermostats, wo im Fehlerfall F1/F2/F3 angezeigt wird. Anderenfalls erscheint anschließend das Hauptdisplay.

Besonders praktisch empfinde ich die "Fenster auf"-Funktion, die bei mir mit gekipptem Fenster und Ventil am Fenster sehr gut funktioniert.

Stichwörter: thermostat ventil polytronic danfoss

(22.12.2010)


Produktfälschung bei eBay

Kürzlich habe ich ein Lötflussmittel bei eBay gekauft, Artikel Nr. 280583779516, Titel RMA-223 RMA223 Lötpaste Flussmittel f. PCB BGA 10cc Neu, Verkäufer rockumind. Dieser Artikel ist laut Original-Hersteller AMTECH gefälscht, was nach dessen Aussage sehr häufig vorkomme. Mir wurde von eBay und auch vom Verkäufer die Rückgabe angeboten mit Rückzahlung des Kaufpreises. Da die Qualität zumindest zweifelhaft ist, ist vom Kauf eher abzuraten. Der Artikel wird erstaunlicherweise immer noch angeboten (unter anderen Artikelnummern).

Bezeichnung lt. Etikett: AMTECH Flux Type:RMA-223 - Lot#:273-09-2 - Volume:10cc - Made in China

RMA-233

Stichwörter: ebay rma-233 rma233 amtech produktpiraterie

(25.12.2010)


USBasp AVR-Programmer

Von Fisch & Fischl (http://www.FundF.net/usbasp) gibt es ein interessantes Projekt für ein Programmiergerät für AVR-Mikrocontroller (Atmel). Das bemerkenswert einfache Konzept nutzt zwar die USB-Schnittstelle, verwendet aber keinen speziellen USB-Baustein (wie FT232 etc.). Der eingesetzte ATmega8 simuliert das Protokoll. Damit ergibt sich ein ganz einfaches Konzept, das in vielfachen Variationen (hardware- und softwareseits) weltweit genutzt wird, und für das es Teilesätze oder Bausätze zum Kaufen gibt.

Ich habe mir über eBay ein auf diesem Konzept beruhendes fertiges Modul gekauft, das mit ca. 8,60 € inkl. Versand konkurrenzlos günstig ist. Derzeit angeboten von hummingosand (derzeitiger Artikel 250728930842 mit dem Titel USB ISP Programmer for ATMEL AVR ATMega ATTiny USBasp), aber permanent neu eingestellt.

Die Software auf dem Modul entspricht offenbar dem Original, jedenfalls verlinkt das Angebot auf www.fischl.de/usbasp/ zum Download, falls benötigt. Die Hardware ist allerdings eine leicht abgespeckte Version des Originals (dessen letzter Stand vom 24.09.2009 ist). Der Jumper zur Selbstprogrammierung ist durch einen unbestückten Widerstand (R8) realisiert, der Jumper Slow SCK fehlt (die SW kann auch selber eine Anpassung vornehmen) und die seriellen Leitungen an den 10-poligen Stecker fehlen (werden normalerweise auch nicht benötigt).

Positiv ist eine zusätzliche Polyswitch-Sicherung (D5) in der 5 V-Leitung, die den angeschlossenen PC vor Überlastung der 5 V schützt. Allerdings enthält die Schaltung des Programmers einen groben Design-Fehler. Wie in der Artikelbeschreibung erwähnt, sind Z-Dioden an den USB-Datenleitungen angeschlossen, die die Ausgangsspannung auf ca. 3 V begrenzen sollen, weil anderenfalls USB-Ports am angeschlossenen PC fehlerhaft reagieren könnten. Das ist nötig, weil die Schaltung mit 5 V arbeitet, die CPU-Ports also auch fast 5 V bei High abgeben könnten. Nur sind die Dioden (D3/D4) hier an der falschen Seite angeschlossen, siehe nachfolgenden Ausschnitt aus dem Gesamtstromlauf (beim Klick auf das Bild wird der komplette Stromlauf angezeigt, den ich erstellt habe).

Z-Dioden

Sie liegen nicht direkt am USB-Port (D+/D-, Pin 2+3 des Steckers), sondern am CPU-Port. Das bedeutet, die vorhandenen 68 Ohm-Widerstände (R6/R7) an den CPU-Ports begrenzen den Z-Strom nicht, sondern der stellt sich nur entsprechend dem Innenwiderstand der CPU-Ports ein. Das kann eine Überlastung des Ports bedeuten und erhöht unnötig den Stromverbrauch, ist aber auf jeden Fall eine Abweichung zum Konzept von Fischl.

Die Platine ist (möglicherweise) identifizierbar über eine Nummer im Bestückungsdruck: 1004161

Ich habe mir zusätzlich und alternativ eine Programmer-Platine auf dieser Basis entwickelt, die es erlaubt, dass das Ziel-System mit eigenen Spannungen zwischen 1,7 und 5,5 V arbeitet, wofür ein ultimativer Pegelwandler eingesetzt wird (74LVC1T45), oder auch vom Programmer mit 5 oder 3,3 V gespeist werden kann. Der Prozessor kann wahlweise mit 5 oder 3,3 V betrieben werden, was im letzten Fall die leidigen Z-Dioden überflüssig macht. Als Schnittstelle wird ein 6- und ein 10-poliger Pfostenstecker verwendet. Diese Platine ist aber noch nicht erprobt.

Stichwörter: avr atmega8 usbasp programmer bascom

(05.09.2011)


ISP-Adapter 6-/10-polig

Für die AVR-Programmierung werden an den Programmieradaptern meist 10-polige Pfostenstecker eingesetzt, an den zu programmierenden Modulen oft aber 6-polige. Es gibt fertige Adapterkabel, oder auch eine kleine Anpassplatine (z.B. von www.robotikhardware.de) fertig zu kaufen. Ich habe mir eine ähnliche Platine erstellt, allerdings noch etwas kleiner (22x23 mm). Das Layout kann ich zur Verfügung stellen (SprintLayout).

Viele Programmieradapter arbeiten mit 5 V, nur manche sind umschaltbar auf 3 V, um unterschiedlich versorgte Zielhardware programmieren zu können. Manche batteriebetriebene Schaltungen verwenden aber vielleicht sogar Spannungen unter 2 V, was dann trotzdem nicht passt. Es gibt viele Vorschläge für entsprechende Pegelwandler (etwa auf www.mikrocontroller.net), aber alle sind eigentlich ein Kompromiss bezüglich einfacher Beschaltung (beschaffbare Bauteile) und guter Schaltungstechnik (Pegel, Störsicherheit, Zuverlässigkeit) und universelle Verwendung (2 bis 5 V). Ich habe daher einen Adapter erstellt, der neben der 6-/10-poligen Adaption auch beliebige Pegelanpassungen im Bereich von ca. 1,7 V bis 5,5 V vornehmen kann ohne besondere Einschränkungen. Kernelement ist ein Signal Translator IC SN74LVC1T45 von Texas Instruments (oder NXP), das es allerdings nur im SMD-Gehäuse gibt (SOT-23-6/0,95 mm Pitch oder kleiner). Man braucht für jedes Signal (In/Out) 1 IC, also für den ISP-Adapter werden 4 Stck benötigt.

Damit kann man beliebige Pegel im Bereich 1,7 bis 5,5 V wandeln und hat immer die passenden Pegel. Die Platine ist fertig, aber noch nicht bestückt und erprobt.

Stichwörter: avr isp adapter programmer 74LVC1T45

(05.09.2011)


Frequenzzähler VC3165

Der Frequenzzähler VC3165 wird wohl von Victor gebaut und unter verschiedenen OEM-Namen vermarktet, etwa Velleman DVM13MFC2.

Eine Farce sind die angegebenen Genauigkeiten bzw. Stabilitäten. In keinem Datenblatt ist die entscheidende Basic Accuracy genannt, bei eBay-Anbietern findet man aber etwa 2*10^-5, ein enttäuschender Wert bei einem 8-stelligen Zähler. Dafür soll die Langzeitstabilität 2*10^-8 im Monat betragen (oder auch 2*10^-5). Auch die Empfindlichkeiten der Messverstärker, die frequenz- und bereichsabhängig sind, sind in allen Datenblättern unterschiedlich angegeben. Eine diesbezüglich Anfrage beim Hersteller blieb bislang unbeantwortet.

Ich beschäftige mich damit, wie/ob man den Zähler kalibrieren oder tunen könnte (ein Trimmer außerhalb des OCXO ist immerhin vorhanden). Ein ganz einfacher Test mit meinem uralten DCF77-Empfänger (siehe Funkschau 22/1976), der auch einen nachgeführten Quarzoszillator mit 1 MHz beinhaltet, ergab immerhin, dass die Abweichung meines Gerätes wohl um 1*10^-6 liegt (ich kann es derzeit nicht genauer feststellen, weil der Empfänger seit einigen Jahren aufgrund von Phasenschwankungen sekündliche Störungen auf der VCO-Spannung erzeugt).

Stichwörter: velleman victor vc3165 vc2000 dvm13mfc2 dcf77 frequenznormal frequency counter basic accuracy ocxo

(20.12.2010)


UHF-Bake mit Micrel-Chips

Ich beschäftige mich derzeit mit dem Entwurf und Aufbau von Funkbaken für etwa gestrandete Flugmodelle. Für Katzen gibt es "Katzenfinder", mit denen ein den Katzen umgehängter Minisender per Peilung über mehrere hundert Meter geortet werden kann, aber für Flugmodelle wäre das mindestens genauso wichtig. Es scheint keine fertigen Systeme hierfür zu geben, aber es gibt einige Selbstbauprojekte:

Die Systeme arbeiten im 433 MHz-Band, das für Amateurfunk (lizenzpflichtig) und Short Range Devices (ISM/LPD/Jedermannfunk) freigegeben ist. Zu beachten sind die Frequenz- und Leistungsgrenzen! Je nach Ausführung sind Leistungen im Bereich von 1 bis 10 mW vorgesehen, bei ca. 433,92 MHz. Das System von fmkit ist sehr flexibel für eine große Auswahl an Frequenzen/Bändern und Sendeleistungen, was aber zumindest für die (legale) Benutzung in der EU weitgehend uninteressant ist. Eine Daten-Aussendung im 446 MHz-Band, um mit preiswerten PMR-Walkie-Talkie als Empfänger arbeiten zu können, ist bei uns nicht legal, ebensowenig eine Ausgangsleistung von 50 mW.

Meine Bakenentwürfe basieren auf unterschiedlichen Designs, aber in erster Linie auch auf dem AVR-Programm von Roland Walter (BASCOM-Programm), mit folgenden Bestandteilen und Varianten:

Noch in keiner Weise gelöst ist die Firmwareseite, die ich zwar vom Foxy übernehmen möchte, aber einige wesentliche Abwandlungen wünschenswert macht. Zum Beispiel wählbare Tonfolge (Rufzeichen/Morsecode, ähnlich wie bei Foxy) bzw. Modulationsfunktion (normal, Dauerstrich, tonlos), sowie zusätzlich eine Spannungsüberwachung des Akkus (die den ausgesendeten Ton hörbar beeinflusst). Ich muss mich aber erst noch in das AVR-System und BASCOM einarbeiten.

Alle Sender-Entwürfe sind optimiert auf geringes Gewicht (um 10 g inkl. LiPol) und kleine Größe (um 30x40 mm). Zu allen Entwürfen habe ich ein doppelseitiges Leiterplattenlayout mit SMD (beim Service-Adapter THT) erstellt (SprintLayout) und Leiterplatten-Prototypen fertigen lassen. Allerdings habe ich bislang noch nichts bestückt und testen können.

Für die Firmware-Entwicklung habe ich außerdem AVR-Experimentierplatinen (ähnlich Roland Walter) und ISP-Programmer und Adapter entworfen, aber auch noch nicht zusammengebaut oder getestet.

Für ein zukünftiges Projekt würde ich eigentlich eher das Konzept von fmkit empfehlen (Module von Hope), das erheblich anpassungfähiger ist, d.h. programmierbare Frequenzen, Leistungen, Funktionen (etwa auch die dynamische Leistungssteuerung für das erleichterte Peilverfahren), allerdings auch mehr Programmieraufwand bedeutet, weil ich dafür noch keine Ausgangsbasis habe. Mir geht es aber darum, zunächst eine einfache und schnelle Lösung für das Projekt zu finden, indem ich Vorarbeiten anderer (hier Roland Walter) sinnvoll nutze. Eine komfortable Lösung kommt vielleicht später.

Interessante Probleme entstehen schon bei der Bauteilebeschaffung. Laut Micrel werden bei der Senderausgangsstufe Induktivitäten von 680 und 820 nH benötigt (MICRF112/113). Nur gibt es offenbar weltweit keine solchen Bauteile, deren Resonanzfrequenz (SRF) weit genug über 433 MHz liegen würde. Die von Micrel angegeben Bestellnummern sind einfach falsch. Die SRF (Eigenresonanzfrequenz) sollte eigentlich ein Mehrfaches der Betriebsfrequenz betragen, aber die besten Bauteile haben bei 680 nH max. 650 MHz (Vishay IMC-0805-01) oder bei 820 nH gar nur 550 MHz (Vishay IMC-0805-01). Auf Nachfrage sagt Micrel dann, dass das nicht so schlimm sei...

Stichwörter: micrf002 micrf102 micrf112 micrf113 lpd ism pmr 433 mhz 446 mhz fmkit foxy rowalt avr attiny45 bake beacon fuchsjagd funkamateur rufzeichen peilen flugmodell orten notfunk

(05.09.2011)


Orbit Pocketlader, SIO-Schnittstelle

Das Schnittstellenkabel zum Anschluss des PC an den Pocketlader über RS232 (zum Vergrößern auf das Bild klicken):

SIO2RS232

Das Schaltbild habe ich aus der Platine analysiert und die Bauelemente "erraten". Alle Angaben ohne Gewähr. Korrekturen/Hinweise willkommen. Hinweis: das Signal am mittleren Steckerkontakt (weiße Ader) wird von einem Push-Pull-Treiber von IC1 gesteuert. Eine Parallelschaltung mit anderen gleichartigen Ausgängen ist daher nicht zulässig.

Stichwörter: orbit pocketlader lipochecker sio2usb sio 3311 2951 ww1 rs232

(10.11.2010)


AVR-Experimentierplatine

Basierend auf dem Vorschlag von Roland Walter aus seinem Buch "AVR Mikrocontroller Lehrbuch" ISBN 978-3-9811894-4-5 habe ich eine Leiterplatte für den ATmega8 (auch 48/88/168, sowie ATtiny25/45/85/13) erstellt, die einige Verbesserungen gegenüber dem Original (siehe dort: Einführung1) hat: RS232 ohne Kreuzverbindung zum PC, Spannungszuführung über NV-Buchse, wahlweise 3,3 V oder 5,0 V-Versorgung, 6-poliger ISP-Stecker, zusätzliches Steckerfeld für externe Leitungen, Adaptierungsmöglichkeit für ATtiny45/13 direkt, ATtiny24/44/84 und 2313 über Adapterplatinchen, Befestigungslöcher für Abstandshalter/Füße, bei gleicher Größe (75x75 mm).

Daneben habe ich einen kleinen Adapter entworfen für Anpassung des ISP von/auf 6 und 10 Polen (23x22 mm).

Stichwörter: avr attiny45 atmega8 experimentierplatine isp programmierung bascom adapter

(05.09.2011)

 

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© Reinhard Weiß 2010, letzte Änderung: 13.04.2012 13:30 / 1